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Dienstag, 3. Januar 2017

Eine mehrstöckige Hochzeitstorte für ein ganz besonderes Brautpaar...

... Oder eine Torte für schwer Verliebte ;) 
 


Als das Brautpaar mich kurz nach der Verlobung fragte, ob Annegret und ich die Hochzeitstorte machen würden, gab natürlich nur eine Antwort : Klar :) 
Ich machte mich bald daran einen Vorschlag auszuarbeiten und wir einigten uns auf eine zweistöckige Torte, mit Etagen aus Cupcakes, Cakeballs und Zuckerblumen darunter- eine riesen Herrausforderung für uns!!!
Für alle Fälle erstellten wir eine „to do Liste mit dem dazugehörigen Zeitplan!




Unser Freund Thorsten baute eine sehr schöne 4 stöckige weiße Etagere aus Holz.

Die beiden unteren Platten hatten einen Durchmesser von 50 cm.

Die anderen jeweils 40 und 30 cm.

Nach einigem Hin und Her bestellte Annegret im Internet einen Tortendummy, 10 cm hoch und mit einem Durchmesser von 45 cm. (übrigens eine wirklich gute Entscheidung)
Diesen steckten wir zwischen die beiden unteren Holzplatten. Er diente mir beim Stecken der unzähligen Zuckerblumen zur Fixierung.




Wir stellten wahnsinnig viele Zuckerblumen in verschiedenen Größen und Formen sowie verschiedenen Weiß- und Gelbtönen sowie auch einige in hellgrau her. Passend zu dem Farbthema der Hochzeitseinladung in weiß, gelb und taupe.

Hinzu kamen einzelne Blätter aus grünem Fondant, sowie Blätter die noch umwickelt und zusammengebunden wurden. Stunden um Stunden saßen wir, hauptsächlich abends, zusammen und stellten in mühevoller Kleinarbeit alles her. Wobei ich mich eher für die großen Blüten verantwortlich zeigte und Annegret für den Rest.....wir haben auch öfter mal geflucht wenn uns was kaputt ging und es ging ne Menge kaputt. (vor allem beim Stecken!)

Aber wir haben auch sehr viel „Herzblut“ in diese Torte gesteckt!!!



Fazit: Lieber zu viele Blumen und Blätter herstellen als zu wenige.




Das Stecken hat Annegret dann, nett wie sie ist, mir überlassen. Sie wusste schon warum! Es ging am Anfang schon die ein oder ander Blüte kaputt...

Als ich dann langsam ein Gefühl für das Steckenbekam und endlich alle Lücken in dem Blumenkranz ausgefüllt waren, konnte sich das Ergebnis sehen lassen und ich war sehr zufrieden mit mir (Annegret verglich mich mit einer Katze, die gerade an der Sahneschüssel war) 
  



Zusätzlich brauchten wir noch Bordüren aus hellgelber Zuckerspitze .Die man zum Glück auch ein paar Tage vorher herstellen kann, da das Material schön elastisch bleibt. Und jetzt ging es endlich ans backen.



Wir benötigten eine 24er Torte, (5 helle Biscuit-Böden) gefüllt mit Erdbeer- Rhabarber. Eingestrichen mit Vanille Buttercreme und Schokoladenganache und außderdem eine 18er Torte, (4 Böden ) gefüllt mit Pfirsich und Mandarine. Eingestrichen ebenfalls mit Vanille Buttercreme und Ganache.
Dazu kamen noch:
20  Apfel-Vanille Cupcakes mit einem Blümchen und 2 Blättern dekoriert.
20 Mandarinen- Quark Cupcakes ebenfalls dekoriert ( bei dieser Creme konnte ich die Fondantblüten allerdings erst kurz vor dem servieren auflegen, da die Creme zu feucht ist und den Fondant sonst aufgelöst hätte)
Zusätzlich gab es gebackene Herzen aus Marzipan mit Schokolade besprenkelt sowie
25 kleine helle Zitronen Bällchen und
25 kleine Schokoladen Bällchen die ebenfalls mit Fondantmotiven verziert wurden.



Als wir die Torte sicher im Lokal abgegeben hatten hörten wir zuerst:
Das ist aber mal eine interessante Hochzeitstorte!

Annegret und ich sahen uns bloß irritiert an!

Interessant? Was sollte das denn heißen?

Aber dann wurde dass Personal wie folgt zusammen gerufen:

He Mädels, kommt mal alle her, so was habt ihr bestimmt noch nicht gesehen,

das ist doch mal ne richtig tolle Hochzeitstorte!!!!

Als die Torte dann um Mitternacht, natürlich gut in Szene gesetzt mit dem Fontänenfeuerwerk, hereingefahren wurde, habe ich nur positives Feedback bekommen :) 



Die ganz Ungläubigen unter den Gästen brachen sogar kleine Stückchen aus dem unteren Blumenkranz heraus um zu probieren ob diese wirklich aus Zucker und somit essbar waren!

Mittwoch, 6. Juli 2016

Zauberhafte Blütenkaskade in weiß und rosa...

... Oder eine zweistöckige Hochzeitstorte mit vielen Experimenten

Was gewollt war:
2 - stöckige Hochzeitstorte mit einer Blumenkaskade in weiß / rosa (verschied. Farbtöne)
Die 26 iger Torte (heller Boden) gefüllt mit Himbeer Mousse / Vanille / Vanillebuttercreme/ Ganache
Die 20 iger Schokoladentorte gefüllt mit Schoko Mousse, Schokotrüffel / Ganache
   Blumenkaskade -- da hatten wir eigentlich gar keine rechte Vorstellung wie wir das angehen sollten. Denn gesteckt hatten wir bis dato noch nicht aber : warum nicht?


Blumen herstellen gut, das konnten wir ja schon und was Größe und Form anging haben wir einfach Verschiedenes ausprobiert. Wobei Tanja sich auf die großen Blüten konzentrierte und ich den Rest übernahm. Natürlich haben wir zu viele Blumen hergestellt aber es ist immer besser ein paar Blumen „in petto“ zu haben. Achtung Bruch! 
  Außerdem : “Übung macht den Meister“ und man stellt fest, dass Blüten und Blätter mit der Zeit viel feiner werden und das Gefühl für das Arbeiten mit der Blütenpaste auch immer besser wird.



Tortenteller für die untere Torte schon einige Tage vorher mit Fondant (kein Modelierfondant) beziehen und gut trocknen lassen. Hübsche Borte um den Rand der Torte kleben.
Torten backen, auf Pappscheiben setzen, füllen, mit Buttercreme bzw. Ganache einstreichen, kühl stellen, am nächsten Tag mit weißem Fondant deckeln und los gings!!
In die untere Torte, nach dem Deckeln, 5 Strohhalme stecken und diese so abschneiden, dass sie mit der Fondantdecke abschließen. Die kleinere Torte auf eine dünne Tortenplatte setzen und diese dann mittig auf die untere Torte stellen. (ein gutes Auge und eine sichere Hand sind dabei echt von Vorteil)



Im Internet hatten wir vorab schon mal nach Videos etc. für Stecken von Kaskadentorten etc. gesucht. Das, was wir gefunden haben, hat uns nicht wirklich weitergeholfen und so blieb nur: selbst ist der Mann bzw. die Frauen! Wir wollten nicht, dass die Drähte der Blumen direkt in die Torte gesteckt wurden denn wer isst schon gerne Kuchen in dem Blumendraht steckt! Wir jedenfalls nicht!

 
Also haben wir aus weißem Fondant einen breiten, etwas dicker ausgerollten Streifen geschnitten und diesen über mehreren Strohhalmen in Falten gelegt.  Diesen Faltenwurf etwas antrocknen lassen und so über beide Torten gelegt wie wir die Blumen stecken wollten.
Tanja legte sich die Blumen zurecht und fing oben mit einem Blumengesteck an und dieses setzte sich dann wie eine Kaskade (Wasserfall) bis auf den unteren Rand der Torte fort.


Eigentlich wollten wir gar keine Blätter bzw. nur ein paar nehmen.
Stellten dann aber rasch fest, dass das Grün einen sehr schönen farblichen Akzent setzte und dadurch die rosa und weißen Blüten viel besser zur Geltung kamen.
Eins darf man aber nicht sein wenn man die Blumen steckt: zimperlich!
Ich muss sagen, Tanja machte das richtig gut.
Aber jedes Mal wenn es „knack“ machte tat ich so als hätte ich nichts gehört! Hab ich aber!!
Aus unserer „Trickkiste“ holten wir dann am nächsten Tag noch ein paar weiße Schmetterlinge um davon abzulenken, dass die obere Torte während des Blumensteckens (Druck beim „Verankern“ der Blumen) leicht mittig eingesackt war.


Wer es nicht besser wusste ging davon aus, dass es genau so geplant war.
War es natürlich auch (zwinker)!!!!!